Anti Aging-Ratgeber mit Tipps von Ulrike Keller-Knobelspies

Am Thema Hautalterung führt in Sachen Hautpflege kein Weg vorbei. Früher oder später begegnen wir ihm – zum Beispiel, wenn eine (zu) kurze Nacht, eine Feier am Vortag oder auch zu viel Sonne sichtbare „Spuren“ hinterlassen hat oder die Haut einfach schneller Müdigkeitserscheinungen, Fältchen, Feuchtigkeits- oder Festigkeitsverlust aufweist. Was Anti-Aging-Produkte können, wie man sie richtig anwendet und wie man dem natürlichen Prozess der Hautalterung wirksam entgegenwirken kann, erklärt uns VERALICE-Expertin Ulrike Keller-Knobelspies im Interview.

Frau Keller-Knobelspies, was genau versteht man unter Anti-Aging-Pflege, wie und wo wirkt sie?

„Es handelt sich dabei um Hautpflege, die in der Lage ist, die Zeichen der Hautalterung wie etwa vorzeitige Faltenbildung, Spannungsverlust, extreme Trockenheit oder auch Unregelmäßigkeiten in der Pigmentierung (so genannte Altersflecken) zu verzögern oder so zu reduzieren, dass die Haut jugendlich frisch und klar aussieht. Die Wirkung dieser Pflege findet in den tieferen Hautschichten statt.“

Was sind die wichtigsten Wirkstoffe, die in Anti-Aging-Produkten enthalten sind?

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„Vorweg ist zu sagen, dass die Haut vor der Anwendung von Anti-Aging-Pflege immer erst "durchlässig" für die darin enthaltenen Wirkstoffe gemacht werden muss, denn wenn diese nicht richtig eindringen können, ist ihre Wirkung nicht effektiv genug. Am besten sind hierzu Amino-und Fruchtsäure- sowie Enzympeelings geeignet.

Optimal sind Wirkstoffe wie DNS und RNS zur Hautzellstimulierung, die die Regenerationsfähigkeit der Zellen anregen und erhalten, denn ohne diese hauteigenen Prozesse funktioniert Anti Aging nicht. Dann brauchen wir Vitamin C und Hyaluronsäure mit intakten Molekülen, denn nur dann können sich die Wirkstoffe in der Haut mit dem natürlichen Hyaluron verbinden.

Pflanzliche Stammzellen, Peptide und EGF sind in der Lage, den natürlichen Wachstumsfaktor der Zellen zu erhöhen. Ebenfalls echte Anit-Aging-Talente: Algen mit ihrem hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Und nicht zu vergessen Retinol und O2 aktivierende Extrakte. Doch egal, welche Wirkstoffe – nur, wenn man sie gezielt einsetzt, können sichtbare Erfolge erzielt werden.

Woran erkennt man, dass die Haut anfängt zu altern? Was muss ich beachten?

"Ein kritischer Blick in den Spiegel zeigt es! Einfacher Test: Lachen Sie sich im Spiegel an und beobachten Sie genau, wie weit sich die Augenfältchen ausbreiten. Gleichzeitig auf die Wangenpartie achten – bilden sich auch dort feine Fältchen? Runzeln Sie die Stirn und ziehen Sie die Augenbrauen nach oben. Entspannen Sie dann Ihr Gesicht und achten Sie darauf, welche Fältchen dennoch sichtbar bleiben. Neigen sich die Mundwinkel oder sind Oberlippenfältchen zu sehen?

Bleiben tatsächlich Spuren der „Gesichtsgymnastik“ sichtbar, ist es höchste Zeit für Anti-Aging-Pflege. Auch die sogenannten Halsringe zeigen sich mit der Zeit deutlicher. Die seitliche Wangenpartie lässt sich mit dem Zeigefinger leicht vom Kiefer aus nach oben schieben und zeigt kleine Knitterfältchen.“

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Welche Hautpartien sind besonders alterungsanfällig und wie kann man dem entgegenwirken?

„Zu allererst sollte die Augenpartie Beachtung finden: Durch unsere natürliche Mimik und die feine Hautbeschaffenheit rund um die Augen ist sie sehr anfällig für Fältchen, daher empfiehlt es sich, frühzeitig spezielle Augencremes zu verwenden. Außerdem sollten Sie immer eine Sonnenbrille zur Hand haben, auch beim Autofahren! Das schützt vor „Kneiffältchen“. Leider wird die Halspartie bei der Pflege häufig zu lange stiefmütterlich behandelt. Dabei zeigen ein leichtes absinkendes Kinn sowie die Querfalten am Hals – ähnlich wie auch die Hände – das Alter an. Auf eine gute Haltung achten, z.B. am PC das Kinn immer leicht anheben.“

In welchem Alter ist es sinnvoll, mit der Anwendung von Anti-Aging-Produkten zu beginnen?

„Ab 25 empfiehlt es sich, präventiv auf die Zonenpflege zu achten (Augen, Lippenpartie). Ab Mitte 30 dann immer Kosmetikprodukte verwenden, die genau auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt sind.“

Creme, Serum, Gel: Welche Anti-Aging-Produkte empfehlen Sie für die unterschiedlichen Hauttypen?

„Für jeden Hauttyp gilt der Leitsatz: „Nie ohne mein Serum“. Seren enthalten konzentrierte Anti-Aging-Wirkstoffe. Das Serum wird immer auf das Defizit der Haut abgestimmt. Für alle, deren Haut zu Glanz und größeren Poren neigt, sind gelartige Präparate optimal. Zeigt die Haut Trockenheitsfältchen, ist eine feuchtigkeitsspendende Creme ganz wichtig.“

Muss man für eine wirkungsvolle Anti-Aging-Pflege mehr Zeit bei der täglichen Pflegeroutine einplanen?

„Der Pflegeaufwand bleibt bei der Verwendung der richtigen Produkte gleich und kostet nicht mehr Zeit, denn es werden gezielt Produkte eingesetzt, die Hautdefizite ausgleichen. Wer sich aber 1 bis 2x in der Woche 10 Minuten Zeit für ein Extra-Pflegeritual wie z.B. eine Maske nimmt, der wird sicher mit einer besonders glatten Haut belohnt.“

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Gibt es abgesehen von speziellen Hautpflegeprodukten weitere Möglichkeiten, den Hautalterungsprozess zu verlangsamen?

„Eine gesunde Lebensweise ist natürlich sehr wichtig. Rauchen z.B. ist ein Vitamin C-Räuber und lässt die Haut schneller fahl und faltig aussehen. Genügend zu trinken ist nicht nur für Stoffwechselprozesse des Körpers, sondern auch für die der Haut essentiell.

Täglich für eine kleine Entspannungsphase sorgen, damit sich der Alltagsstress nicht im Gesicht zeigt. Sauerstoff ist ein Lebenselixier für jede Zelle unseres Körpers, daher im Tagesverlauf immer mal wieder kleine „Lufthol-Pausen“ einplanen und Sauerstoff tanken. Ein vernünftiger Umgang mit der Sonne und sinnvoll eingesetzter Sonnenschutz sind ebenfalls ein absolutes Muss.“

Was halten Sie von Nahrungsergänzungsmitteln, denen eine Anti-Aging-Wirkung zugeschrieben wird?

Nahrungsergänzung kann eine sinnvolle Unterstützung der kosmetischen Anti-Aging-Pflege sein, etwa in Form von Silicium oder Biotin, die helfen, die Hautfestigkeit zu erhalten. Algenkapseln zur Entschlackung sorgen ebenfalls für ein jugendliches, klares Hautbild. Hyaluron wird neuerdings auch als Drink angeboten. Wichtig sind hier der sinnvolle, abwechslungsreiche Umgang und eine hohe Qualität der Nahrungsergänzung.“

Ihr ultimativer Anti-Aging-Tipp?

„Wichtig zu wissen: Nach neuesten Studien ist nur ca. 25% unserer genetischen Veranlagung für unser Aussehen verantwortlich. Demnach können wir viel tun, um unser Hautbild entsprechend zu erhalten. Mein Tipp: Rechtzeitig und lebenslang konsequent hochwertige Pflegeprodukte benutzen und das Älterwerden mit ein wenig Humor und einem kleinen Augenzwinkern betrachten. Nicht der ewigen Jugend nachlaufen, sondern lediglich die Zeichen der Zeit mildern. Mein Retter für einen anstrengenden Tag sind Augenpads – morgens aufgelegt, sorgen sie für einen strahlenden Blick in den Tag. :)“

Wenn Sie individuelle Beratung zum Thema Anti-Aging-Kosmetik wünschen oder sich bei der Auswahl geeigneter Produkte unsicher sind, steht Ihnen unser Experten-Team gerne beratend zur Seite.

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